11. Dezember 2010

EIN SCHWARZER TAG FÜR DEN HTV (AUSSER DAMEN III)


Damen I vs VSG MA/Käfertal II   1:3
Damen I vs SSC Karlsruhe   3:0
Herren II vs VSG MA/Käfertal III   2:3
Herren II vs TG Durlach   0:3
Herren III vs TSV Handschuhsheim   0:3
Herren III vs SG SNH/Waibstadt   1:3

Ladenburger SV III vs Damen III   0:3
TV Schwetzingen vs Herren 4.0   3:2
TSG Weinheim II vs Herren VI   
TV Bühl II vs Herren I   3:1


Spielberichte weiter unten - hier erst Fotos der Damen III

Ladenburger SV III vs Damen III   0:3   15:25, 6:25, 12:25






















TV Bühl II vs Herren I   3:1

Mit nur einem Sieg in die Pause

"Wir hatten uns hier mehr ausgerechnet", formulierte Trainer Bertram Beierlein, kurz nach dem Abpfiff, als sein Team dem TV Bühl 2 in einer ansprechenden und hart umkämpften Partie unterlegen war. Ohne Außenangreifer Tim Schöne und Abwehrtalent Philipp Möhrmann waren die Heidelberger nach Bühl angereist. Diese Schwächung sollte sich als fatal erweisen, denn wieder einmal war es die Annahme, die die Gäste vor große Probleme stellte. Top motiviert und von Beginn an hellwach starteten die Außenseiter in die Partie. Doch zur Mitte des ersten Durchgangs stellten sich die ersten Konzentrationsschwächen ein und so ging der erste Satz knapp an die Hausherren von Bühl. Im zweiten Durchgang stabilisierte sich die Annahme, wodurch die Gäste durch mehrere gelungene Angriffskombinationen einen Vorteil sichern und diesen bis zum Schluss halten konnten. Der dritte Satz gestaltete sich ausgeglichen und fast hätte man diesen auch gewonnen, doch durch eine unglückliche Annahme beim Stand von 23:24 ging auch dieser Durchgang an die Volleyballer aus Bühl. Der letzte Satz war noch einmal durch Kampfeswillen beider Seiten geprägt. Fast wäre dieser Durchgang an die Heidelberg gegangen, doch zahllose leichte Eigenfehler besiegelten am Ende auch diese Niederlage im letzten Spiel der Hinrunde. Fazit der Hinrunde: Leider wurde das gesteckte Mindestziel, die Pause auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern, nicht erreicht. Es gilt nun das letzte Spiel abzuhaken und mit Zuversicht und Selbstvertrauen auf das eigene Können in die Rückrunde zu starten. (AG)




Herren III:  "Showdown in der Neckarhalle"

... so war die Ankündigung für den Spitzen-Spieltag in der Landesliga Nord, an dem die die Outlaws aus Handschuhsheim (Tabellenführer und somit Oberschurke) und Sinsheim (Tabellenzweite) empfingen. Um in dem Bild zu bleiben und ein kurzes Fazit vorneweg zu geben: Am Ende lagen die HTVler von 6 Kugeln niedergestreckt im Sand, nur ein Streifschuss gegen Sinsheim gelang. Der komplette Spieltag stand unter keinem guten Stern, einige Patronen, die Sheriff Jürgen (selbst verletzt) einsetzen wollte, waren schon vorher unbrauchbar oder schwer beschädigt. Diagonal Sven trat wegen Rippe gar nicht erst an, Ralph musste schon beim Warmschießen seiner Muskelverletzung vom letzten Spieltag Tribut zollen, die gesetzte Mitte Roland knickte beim Showdown-Warmschießen um, sein Ersatz Jan plagt schon seit Wochen Knie und Schreiber dieser Zeilen Georg konnte auch ein paar Wochen nicht mittrainieren und spürte das bei jeder Ballberührung. Somit gabs genügend Ausreden sich von Handschuhsheim ohne Gegenwehr abknallen zu lassen - doch dem war nicht so. Der HTV fand besser in den Schusswechsel und fügte bis zum 17:12 schwere Verletzungen zu. Doch dann zeigten die Handschuhsheimer Jungs vom Neckarnordufer, warum sie in der Tabelle ganz oben stehen. Mit Nervenstärke und kontrolliertem Spiel kämpften sie sich wieder ran und konnten das Finish mit 27:25 für sich entscheiden. Auch im zweiten und dritten Schusswechsel gings lange Zeit auf Augenhöhe hin und her, aber auch hier gab die größere Konstanz den Ausschlag. Schöne Abwehraktionen des HTV und einige spektakuläre Punkte reichten jeweils nicht gegen die konstant gesetzten Treffer des Tabellenführers (25:22 und 25:21).

Somit zwar ein verlorenes Spiel, aber eines, mit dem man Leben konnte - vor allem unter diesen Vorzeichen. Leider war im zweiten Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Sinsheim zunächst die Luft raus, und sie kam auch nur teilweise wieder zurück. Der erste Satz wurde nach schlechtester Annahmeleistung der kompletten Saison weggeschenkt (25:15), der zweite wurde zwar ausgeglichener, aber man hatte nie das Gefühl, dass noch was gehen könnte (25:22). Einzig im dritten Satz wurde nochmal richtig gekämpft, aus guter Annahme und nach guter Abwehr schöne Treffer gesetzt - der einzige Zeitpunkt, an dem die sonst anscheinend in Schrei-Seminaren geschulten Sinsheimer mal etwas leiser wurden (25:17 GEWONNEN). Mit der Herrlichkeit (und der Ruhe) wars im letzten Satz des Tages dann wieder vorbei (25:16). Nur nebenbei erwähnt, dass auch in diesem Spiel noch eine Verletzung von Zuspieler Flo zu beklagen war, so dass die Weihnachtspause echt zum rechten Zeitpunkt kommt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man sich mit der Leistung nicht verstecken braucht und man mit den Spitzenteams in jedem Falle mithalten kann. Im nächsten Jahr gibts die Revanche!


TV Schwetzingen vs Herren 4.0   3:2   (18:25, 25:27, 25:11, 25:18, 15:8)

Wenn man aus einem 100-stöckigen Hochhaus springt, kann man 99 Stockwerke lang glauben, man könne fliegen. Dann aber merkt man, dass es einen Boden gibt, und das der Aufprall weh tun wird. Und dieser Aufprall setzte in der Schwetzinger Hirschackerhalle unserer beispiellosen, eineinhalbjährigen Punktspielsiegesserie ein empfindliches Ende.

Nachdem wir uns beim Einschlagen durchaus überzeugend präsentiert hatten und es ja schließlich um Stechen oder gestochen werden ging, starteten wir in Satz 1 gipfelstürmerisch mit guten Aufschlägen und Angriffen bis auf 8:2. Langsam kam Schwetzingen ins Spiel, wir hatten schon erste Eberbach-dejá vus (was nicht am Eberbacher Schiedsgericht lag) und zogen zügig mit 2-bis-4-Punkte-Aufschlagserien davon. Zwei Wechsel auf Schwetzinger Seite beeindruckten uns nicht. Bei 24:12 zeigte unsere Leistungskurve dann das erste Mal einen Knick - nach unten -, sodass wir zwar immer noch gut, aber bei Weitem nicht mehr souverän 25:18 den ersten Satz gewannen. Gute Stimmung beim Seitenwechsel, mit unveränderter Aufstellung ging es weiter - viele Wechselmöglichkeiten hatten wir bei in Rekordschwäche angereistem Kader (8) so oder so nicht.

Da gestaltete sich der zweite Satz schon deutlich zäher. Die Schwetzinger wussten ihre Turmhöhe im Block auszunutzen, standen gut, wenn auch nicht unüberwindbar. Einige verstellte Bälle vereinfachten es dem Schwetzinger Block zusätzlich. Unsereins rackerte, geschenkt wurde (außer der ein oder andere Aufschlag an Schwetzingen), im Vergleich zum 1.Satz, nichts mehr. Bei 24:23 sahen wir schon dem Satzverlust ins Auge, bekamen Selbiges allerdings nicht ausgestochen, sondern, nachdem unsere Leistungskurve noch einmal knickte - nach oben -, zittersiegten wir nach zwei von Daniel gegen einen Einerblock versenkten Schmetterbällen mit 27:25.

Wähnte meinereins schon den Wiederstand auf des Gegners Hälfte gebrochen - vielleicht betraten wir auch mit zu breitem Gang das Feld - legten die Schwetzinger jetzt ein Ergebnis vor, was ihnen noch nicht einmal ein bestochener Wahrsager prophezeit hätte. Gegen zwei 6-Punkte-Aufschlagserien, unter Zuhilfenahme eines Wechsels (Chris für Freddy, beim bedauernswerten Stand von 4:16) und einer Auszeit, und trotz weitgehender Abwesenheit des Angriffs auf unserer Seite, retteten wir uns gerade noch in den zweistelligen Bereich (11:25).

Nun gut. Der Sieg sollte jetzt her, zwei Sätze hatte man ja immerhin schon, die ausgeprägte Antipathie mit dem Gegner hat sich auch nahtlos in psychische, und leider nicht physische, Aggressivität übersetzt. Weitgehend parallel entwickelte sich der 4.Satzverlauf, aber unser Angriff hatte mehrere Ladehemmungen. Ein echter Augenschmaus (die HTV-Unterstützerinnen auf der Bank ausgenommen) wollte nicht zustande kommen. Auf Schwetzinger Seite gab es zu der Zeit eigentlich auch nur einen Angreifer - der es aber verstand, präzise auf's 3-Meter-Kreuz zu schlagen, wo auch kein Verteidiger mehr des Leders habhaft werden konnte. Bis zu 16:16 hatten wir uns also gewurstelt, als eine 5-Punkte-Serie der Schwetzinger den Wind aus unseren Segeln nahm. Zu 18 gaben wir auch Satz 4 ab, der Tiebreak dämmerte.

Jetzt würden wir uns nicht unbedingt als Tiebreak-Spezialisten bezeichnen, besser wäre ohne, und spätestens beim ersten Aufschlag des TVS, als wir erst bei 1:4 wechseln konnten, waren die Gedanken an eine Niederlage kaum noch zu verscheuchen. Beim Stand von 8:12 und nach weiteren 3 Aufschlägen von Schwetzinger Seite waren die Messen dann allerdings gesungen, gegen eine Mannschaft, die einen guten Block und sich in angemessener Zeit auf den Gegner einstellte.

Die Rückrunde verspricht spannend zu werden, das Ziel ist ganz klar, im Januar Schwetzingen in eigener Halle sturmreif zu schießen, aber auch gleichzeitig die verbleibenden Spiele geradlinig zu gewinnen, um dann das Plätzchen an der Wintersonne wieder zurückzuerobern. (MH)


Damen I:   Unentschieden … lautet das Gesamtergebnis der Sesamstraße

Der Start am Samstag war eigentlich vielversprechend. Seit langem gelang es dem Damen 1 mal wieder die Aufwärmübung sehr konzentriert anzugehen. Man hatte sich gut präsentiert und sah frohen Mutes auf den Beginn des ersten Spieles.

Obwohl es nicht gelang, den ersten Aufschlag in einen Punkt umzusetzen, konnten wir zunächst einen hauchdünnen Vorsprung herausspielen. Es stand 13:14 für den HTV als des den zweiten Damen der VSG Mannheim/Käfertal gelang die Führung zu übernehmen. Punkt um Punkt ging an den Gegner bis das Endergebnis des ersten Satzes 25:20 für Mannheim lautete. Ärgerlich, aber dank des sehr nervös wirkenden Spiels der 1. Damen gerecht. Der Wille war noch nicht gebrochen. Mit einem Wechsel auf der Diagonalposition und dank einer 6-Punkte Aufschlagserie von Hannah (Montana :) gelang es den zweiten Satz auf dem eigenen Konto zu verbuchen. Das war geschafft. Ausgeglichen ging es also in die dritte Runde. Zunächst sah alles prima aus und die Mannheimer hatten ordentlich an Biggis Sprungaufschlägen zu knabbern. Aber wie heißt es so schön: wer zuletzt lacht…Prompt folgte eine Punkteserie des Gegners, die unsere Annahme schwanken ließ. Dahin war der Vorsprung und war auch nicht wieder zu bekommen. Das Ergebnis: Mannheim 2, HTV 1. Der vierte Satz startete hart umkämpft. Alles deutete eigentlich auf einen fünften Satz hin. Doch irgendwie hatten wir wohl vergessen, die Annahme und die Abwehr auch mit aufs Spielfeld zu nehmen, so dass Mannheim in der Mitte des Satzes einen Sechspunktevorsprung herausspielte, den wir nicht mehr einholten.

Erstes Spiel also 3:1 verloren…die Vorzeichen für das zweite Spiel waren also nicht optimal. Zumal man den Gegner auch nicht kannte. Doch wie so schön heißt(und gleich noch ein Euro für das arme dünne Phrasenschwein, aber irgendwoher muss der Weihnachtsbraten ja kommen :): Unverhofft kommt oft.

Und so kam es, dass das zweite Spiel gegen Karlsruhe wesentlich entspannter (zumindest für die Sesamstraße) verlief und tatsächlich noch ein schöner 3:0 Sieg verbucht werden konnte.

Die Annahme stand wieder auf dem Feld, die schönsten Angriffe konnten in gegnerischen Hälfte versenkt werden und auch zahlreiche starke Aufschläge verfehlten ihr Ziel nicht. Die Sätze waren knapp, doch konnten wir sie alle gewinnen. Und so endete der Samstag in der Neckarhalle für uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Mal schauen, was das Neue Jahr so für uns bereit hält…hoffentlich weitere tausend schöne Sachen… (KK)


Herren II:  Herber Dämpfer

Als am Samstag die Wikinger um 15:00 den Verfolger TS Durlach in der Neckarhalle empfing waren die Erwartungen sehr hoch gesteckt, wollte man die Tabellenführung nicht nur verteidigen, sondern ausbauen. Verletzungsbedingt konnte Außenangreifer nicht antreten, und wurde von Dmitri Utz ersetzt. Ähnlich motiviert traten natürlich die Gäste an, hatten aber natürlich nicht die Doppelbelastung einen Stammspieler zu ersetzen und die Tabellenführung zu verteidigen.

Und so kam, wie es kommen musste, die Annahme der Wikinger wackelte, das Zuspiel wurde damit zum einen unpräziser und vor allem ausrechenbarer. Und so hatten die Gäste dann im ersten Satz auch keine all zu große Mühe den ersten Satz auf ihrem Konto zu verbuchen.

Mit einigen taktischen Umstellung, gingen die Wikinger in den zweiten Satz. Und plötzlich schienen die Karten neu gemischt zu sein, denn von dem verhaltenen und unsicherem Spiel war plötzlich kaum noch etwas zu sehen. Und so lieferten die Mannschaften sich ein spannenden und ausgeglichenen Satz auf Augenhöhe, der auch für die angereisten Zuschauer ein Genus war. Doch leider hatte am Ende das letzte Quäntchen gefehlt, und so ging dann der zweite Satz doch an die Durlacher.

Den dritten Satz schafften es die Wikinger über lange Zeit die Nase vorn zu haben, und sie schienen Siegesluft zu schnuppern. Doch eine durch eine Phase der Unkonzentriertheit schenkten sie den erspielten Drei-Punkte Vorsprung wieder her und auch die Einwechslungen von Zuspieler Timo Grotwinkel und Außenangreifer Dmitri Utz konnten diese Phase nicht unterbrechen, so dass auch dieser Satz und damit das Spiel an die Gäste ging.

Im zweiten Spiel des Tages traten die Herren II gegen die dritte Mannschaft der VSG Mannheim-Käfertal an, und hier sollte nichts anbrennen, trafen hier doch der Tabellenführer auf den Fünftplatzierten, sollte man meinen. Und der erste Satz verlief auch genau so wie es nach Tabelle zu erwarten war. Ohne Probleme und mit voller Konzentration spielten die Wikinger auf und von Mannheimer Gegenwehr war effektiv nichts zu sehen, so dass dieser Durchgang ein ganz klarer für die Wikinger wurde.

Der zweite Satz gestaltete sich aber dann plötzlich wie das Spiegelbild des ersten - nur mit umgekehrten Vorzeichen, und das obwohl beide Mannschaften fast unveränderte angetreten waren. Und so waren es die Mannheimer, die mit Wikingern quasi nach Belieben verfuhren und den Satz einfahren konnten.

Im dritten Satz konnten sich die Wikinger wieder etwas aufrappeln, jedoch nicht weit genug, um der VSG diesen Satz wirklich streitig zu machen, der demnach auch nach Mannheim ging.

Doch im vierten Durchgang waren die Heidelberger dann wieder ganz die alten und konnte eine Wiederholung des ersten Satzes zeigen, und scheinbar spielend einfach konnten sie diesen auf ihrer Haben-Seite verbuchen.

Also musste der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Und wie in den Sätzen zwei und drei schon gesehen, war auch diesmal die Souveränität und Spielstärke nichts mehr zu sehen. Und so kam es, dass die Wikinger während des gesamten Tie-Breaks einer Mannheimer Führung hinter herliefen, ohne sie einholen zu können. Konsequenterweise ging damit das Spiel auch die Gäste, und die Tabellenführung an die TS Durlach. (TB)